Wanderungen Kandertal


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Gaellihorn - Ueschinengrad - Schwarenbach
Start: Kandersteg - Eggeschwand - Sunnbüel
Anfahrt: über Spiez und Frutigen Kandersteg - Eggeschwand
Dauer: ca. 8h
Länge: ca. 10km
Starthöhe: 1920m
Zielhöhe(n): 2284 / 2471 / (1875)m
Höhendifferenz: 1000m
Schwierigkeitsgrad: Fortgeschrittene
Ausrüstung: gutes Schuhwerk, wetterfeste Kleidung
Besonderheiten: seltene Blumen am Gipfel, grandioser Blick Richtung Gasterntal und Altels
Tips: Man unterschätzt die Länge dieser Tour und sollte sich unbedingt auf eine Ganztagestour einstellen.
Beschreibung:

Zunächst schwebt man mit der Seilbahn bis Sunnbüel auf eine Höhe von 1920m. Nun geht es zunächst ein paar Meter rechts der Seilbahn durch Wiesen bergab, bevor ein längerer Anstieg zum Gaellihorn folgt. Hierbei ist ein kleineres steiles Schuttfeld zu durchqueren, das nur mit gutem Schuhwerk begangen werden sollte. Nach einer Linkskurve um das Gaellihorn steigt man von hinten steil zum Gipfel auf. Die Steilheit kann ungeübten Wanderern Probleme bereiten. Oben angekommen genießt man einen herrlichen Blick Richtung Gasterntal, Altels und die umliegenden zumeist schneebedeckten Berge. Schnell finden sich einige Bergdohlen ein, die sehr zutraulich sind und sich über eine zusätzliche Mahlzeit freuen. Seltene Alpenblumen sind ebenfalls im Gipfelbereich anzutreffen.
Nach einem kleinen Abstieg bis zur markierten Abzweigung wechselt man auf den Ueschinengradweg Richtung Daubensee. Dieser Weg führt leicht unterhalb des Grats durch von Schafen beweidete Wiesen. Zahlreiche Alpenblumen lassen die Wiesen in unterschiedlichsten Farben leuchten. Am Ende des Grats geht es noch mehrfach einige Meter bergab und bergauf, bevor man am Schwarzgrätli endgültig den Abstieg Richtung Schwarenbach/Daubensee zurück ins Tal antritt. Der Weg nach Schwarenbach führt wiederum durch Almwiesen. Schwarenbach ist schnell erreicht. Hier lohnt eine weitere Rast, bevor es noch einmal ein Stück bergab bis zum Talboden der Spittelmatte geht. Von hier sind es noch einmal ein paar Meter auf dem weitestgehend ebenen Talboden, bevor ein kleiner Anstieg zur Bergstation der Seilbahn die Wanderung abschließt.


 

Gasterntal - Kanderfirn
Start: Gasterntal (Gastere)
Anfahrt: Über Spiez und Frutigen Richtung Kandersteg. Von dort durch die Klus bis Gastere (Achtung: Wartezeit einkalkulieren wegen zeitlicher Wechsel zwischen Berg und Talfahrt). In Gastere PKW abstellen.
Dauer: ca. 7h
Länge: ca. 8km
Starthöhe: 1537m
Zielhöhe: 2411m
Höhendifferenz: 874
Schwierigkeitsgrad: Fortgeschrittene
Ausrüstung: gutes Schuhwerk, wetterfeste Kleidung
Besonderheiten: Gletscherformationen (Moränen, Gletscherzunge, Gletscherspalten)
Tips: nicht zu schnell ansteigen, Gipfelziel ist schon früh sichtbar, dennoch zieht sich der Weg über die Moräne und die späteren Serpentinen bis zum Gletscher.
Beschreibung:

Nach erfolgter Anfahrt durch die Klus bis Gastere läuft man zunächst auf dem Talboden des Gasterntals, überquert den Gebirgsbach und nähert sich langsam der imposanten Seitenmoräne des Kanderfirngletschers. Nun geht es auf der Moräne zügig bergauf. Man sollte einigermaßen schwindelfrei sein, da die Moräne zu beiden Seiten steil bergab fällt. Im Anschluss folgen einige Serpentinen, die noch einmal ein erhöhtes Maß körperlicherer Anstrengungen erfordern. Dafür entschädigt dann aber der traumhafte Blick vom Kanderfirn über den Gletscher und das malerische Gasterntal mit seinen steilen, urtümlichen Felsformationen. Zurück nimmt man den gleichen Weg, den man für den Anstieg gewählt hat.

 

 

 

 

Oeschinensee
Start: Sessellift Oeschinensee
Anfahrt: über Spiez und Frutigen nach Kandersteg, von dort der Beschilderung zum Sessellift Oeschinensee folgen
Dauer: ca. 1h
Länge: ca. 1km
Starthöhe: 1682m
Zielhöhe: 1593m (Abstieg zum See)
Höhendifferenz: 89
Schwierigkeitsgrad: Anfänger
Ausrüstung: es reichen feste Schuhe
Besonderheiten: Nostalgischer Sessellift; schöne Lokale am See mit traumhafter Aussicht auf See und angrenzende Bergwelt
Tips: Rückweg anders gestalten als Hinweg. Ideal für Kinder, da Spielmöglichkeiten am See
Beschreibung:

Diese einfache Wanderung bietet sich besonders für ungeübte Wanderer an. Der Weg vom Sessellift bis zum Oeschinensee ist durchweg gut ausgebaut. Am Oeschinensee kann man sich nach Überwindung von 89 Höhenmetern in einem der schönen Restaurants niederlassen und den Blick auf den See genießen. Ein kleiner Souvenirladen lädt zum Einkauf von Postkarten und Andenken ein. Die Postkarten sind mit einem Stempel des Oeschinensee versehen. Zurück nimmt man entweder den gleichen Weg oder man wählt den kleinen Umweg über Läger. Dann muss man allerdings zunächst ein paar Meter den See entlanggehen und einen etwas steileren Aufstieg bis Läger in Kauf nehmen. Ab Läger ist der Weg aber weitestgehend eben bis zur Bergstation des Sessellifts.

 

 

 

 

Oeschinensee - Unterbärgli
Start: Sessellift Oeschinensee
Anfahrt: über Spiez und Frutigen nach Kandersteg, von dort der Beschilderung zum Sessellift Oeschinensee folgen
Dauer: ca. 1,5h
Länge: ca. 3km
Starthöhe: 1682m
Zielhöhe: 1843m
Höhendifferenz: 339
Schwierigkeitsgrad: Anfänger bis Fortgeschrittene
Ausrüstung: gutes Schuhwerk, wetterfeste Kleidung
Besonderheiten: viele Alpenblumen im Sommer, seltene Schmetterlinge (Schwalbenschwanz) gesichtet
Tips: nicht halbwegs Schwindelfreie sollten diese Wanderung meiden
Beschreibung:

Zunächst geht es bis zum Oeschinensee leicht bergab. Nun läuft man ein Stück entlang des Sees bevor es dann steil bergauf geht. Schnell befindet man sich ein gutes Stück über dem See und kann die Aussicht auf den türkisfarbene Oeschinensee bewundern. Nach einiger Zeit geht es durch traumhaft schöne Bergwiesen mit seltenen Pflanzen und Tieren weiter bis zu einem kleinen Wald, den es zu durchqueren gilt. Danach quert man den rauschenden Wildbach. In der Ferne kann man schon die Hütten von Unterbärgli entdecken. Nun folgen noch einige Serpentinen durch Wiesen, bevor man die Hütte erreicht hat. Der Rückweg erfolgt auf gleichem Wege wie der Hinweg.

Alternative: Um nicht den gleichen Rückweg nehmen zu müssen, kann man auch zunächst bis Oberbärgli aufsteigen und von dort weitestgehend parallel zum Hang bis Läger wandern.

 

 

 

 

Allmenalp
Start: Seilbahn Allmenalp
Anfahrt: über Spiez und Frutigen Richtung Kandersteg. Hinter Kandersteg zur Seilbahn Allmenalp.
Dauer: ca. 4h
Länge: ca. 5km
Starthöhe: 1725m
Zielhöhe: 1180m
Höhendifferenz: 545
Schwierigkeitsgrad: Anfänger bis Fortgeschrittene
Ausrüstung: gutes Schuhwerk, wetterfeste Kleidung
Besonderheiten: Sehr schöne Ausblicke auf Kandersteg und Oeschinensee
Tips: relativ langer Abstieg, aber abwechslungsreich
Beschreibung:

Nach Erreichen der Gipfelstation der Seilbahn Allmenalp wandert man zunächt ein Stück bergauf bis zur unteren Allmenalp. Von hier geht es Richtung Bärgli / Usser -Üschine, wo um die Jahrtausendwende eine schwere Lawine große Zerstörungen verursacht hat. Ab Usser-Üschine wandert man entlang des Wildbachs bis man Eggeschwand ins Tal. Nun muss man auf dem Talboden noch einige Meter bis zur Talstation Allmenalp zurücklaufen.

Alternative: Zwischen Allmenalp und Usser-Üschine gibt es eine Talabzweigung (Ryharts). Von hier kann man ebenfalls ins Tal absteigen, allerdings auf einem weniger gut ausgebauten und wesentlich steileren Weg.

 

 

 

 

Sunnbüel - Daubensee
Start: Sunnbüel
Anfahrt: über Spiez und Frutigen Richtung Kandersteg. Hinter Kandersteg zur Seilbahn Sunnbüel
Dauer: ca. 6h
Länge: ca. 10km
Starthöhe: 1920m
Zielhöhe: 2229m
Höhendifferenz: 309
Schwierigkeitsgrad: Anfänger
Ausrüstung: gutes Schuhwerk, wetterfeste Kleidung
Besonderheiten: viele Alpenblumen im Sommer, imposante Blockschuttfelder
Tips: Talboden läßt sich über zwei verschiedene Wege durchqueren
Beschreibung:

Von der Talstation Sunnbüel sollte man zunächst nach rechts Richtung Üschinengrad laufen. Von hier geht es auf dem Talboden der Spittelmatte weiter Richtung Daubensee. Am Ende des Talbodens steigt man auf einem gut ausgebauten Weg schnell an, bevor es ab Schwarenbach relativ eben bis zum Daubensee weitergeht.
Von hier kann man weiter bis entlang des Daubensees bis zum Gemmipass wandern, der in die Walliser Alpen führt.
Zurück vom Daubensee verfolgt man zunächst den gleichen Weg wie auf dem Hinweg. Ab Spittelmatte kann man einfach geradeaus entlang des Wildbachs weiterlaufen. Auf der linken Seite sieht man z.T. starke Waldschädigungen durch Lawinenabgänge. Ebenfalls auf ein schweres Unglück am Altels macht eine Gedenktafel am Wegesrand aufmerksam.

 

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© V. Schmanke 2003